Aktuelles von der ServiceUnion

Nachrüstung SCR-Katalysator für Biogas-BHKW

220517-SCR Pola (Custom)

Gesetzliche Anforderungen

Durch das in Kraft treten der 44. BImSchV am 19.06.2020 wurden neue Grenzwerte für Feuerungs-, Gasturbinen- und Verbrennungsmotoranlagen im Leistungsbereich von 1 bis 50 MW FWL definiert. Neben schärferen Emissionsgrenzwerten und kürzeren Messintervallen wurden auch neue Nachweis-, Dokumentations- und Meldepflichten festgelegt. Einer davon ist der NOx-Grenzwert, der von 0,50 g/m3 auf 0,1 g/m3 abgesenkt wurde. Die 44.BImSchV ist damit die nationale Umsetzung der europäischen Richtlinie „Mediumsized Combustion Plan Directive“ (MPC). 

Für Neuanlagen im Bereich Biogas-BHKW, die nach dem 20.12.2018 in Betrieb gegangen sind, ist dieser NOx-Grenzwert ab dem 01.01.2023 einzuhalten. Für Bestandsbiogas-BHKWs gilt diese Bestimmung ab dem 01.01.2029.

SCR-Technologie

Zum jetzigen Stand der Technik kann die Einhaltung der NOx-Emissionen von 0,1 g/m3 nur mit dem Einsatz von SCR Technologie zuverlässig eingehalten werden. SCR steht dabei für einen selektiven katalytischen Reduktionskatalysator. Hierbei werden durch speziell beschichtete Waben ausgestoßene Stickoxide (NOx) zu Distickstoff (N2) und Wasser (H2O) reduziert. Damit die Reaktion ablaufen kann, ist zusätzlich die Zugabe einer Harnstofflösung notwendig.

Die Zeit drängt

Um das SCR-System in die bestehende Abgasanlage von Biogas-BHKWs zu integrieren sind umfangreichere Umbaumaßnahmen erforderlich. Dabei muss mit einem größeren zeitlichen Aufwand für Installation und Inbetriebnahme gerechnet werden. Damit der SCR-Katalysator fristgerecht zum 01.01.2023 installiert ist, raten Hersteller und Servicebeauftragte von SCR-Systemen bereits jetzt die technische Umsetzung zu planen und zu beauftragen. Hintergrund ist, dass die Nachrüstung aller betroffenen BHKWs sowohl personell als auch materiell von den Firmen nicht erst im letzten Quartal gestemmt werden kann.

Gerade spezifische Komponenten, die für die Reduktion von NOx zu N2 und H2O erforderlich sind, haben bereits jetzt lange Lieferzeiten. Gemäß den Aussagen verschiedener Lieferanten kann ab Mitte des Jahres keine Garantie mehr gegeben werden, dass die entsprechenden Bauteile noch bis Ende 2022 geliefert werden können. Zusätzlich ist für diese Teile gegen Ende des Jahres eine enorme Preissteigerung zu erwarten. Eine verspätete Beauftragung kann deshalb dazu führen, dass bestimmte Komponenten nicht mehr in 2022 geliefert werden können und eine fristgerechte Inbetriebnahme somit nicht möglich wäre.

Des Weiteren möchten wir darauf hinweisen die technische Umsetzung des SCR-Systems, wenn möglich, noch vor der jährlichen TÜV-Messung einzuplanen, um keine weiteren Kosten durch den Kauf eines Oxidationskatalysator zu verursachen. Denn dieser ist in unserem Produkt bereits integriert.

Unsere Lösung

Aufgrund des knappen Zeitfensters haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Ihnen noch dieses Jahr ein passendes Produkt liefern zu können. Durch den modularen Aufbau kann das SCR-System individuell auf Ihre Bedürfnisse vor Ort eingebaut werden und sowohl innen im Container bzw. Maschinenhaus als auch außerhalb installiert werden.

Nähere Informationen zu unserem SCR-Katalysator, finden Sie hier.

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